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Was war?


JEF beim Tag der Nachhaltigkeit
Tübingen, 27.05.2009

Am 27. Mai stand die Tübinger Wilhelmstraße während der Mensa Rush Hour voll im Zeichen der Nachhaltigkeit. Das AStA-Umweltreferat ließ die Straße zwei Stunden lang sperren und lud verschiedene Gruppierungen ein, ihre Projekte für mehr Nachhaltigkeit zu präsentieren. An prominenter Stelle vertreten waren auch die Jungen EuropäerInnen. Beim Europatwister wurden Gelenkigkeit und Geographiekenntnisse auf eine harte Probe gestellt, am Infostand gab es Informationen zur Europawahl und zu unserer Arbeit. „Nachhaltigkeit? Ist das nicht was mit Umwelt?“, könnte man da fragen. Doch auch wir treten für nachhaltiges Handeln ein. Durch unsere Bildungsprojekte zu Europa motivieren wir junge Menschen, sich politisch stärker zu beteiligen, damit Politik im sozialen Sinne nachhaltiger wird.

Der Europabus bei uns in Tübingen
Tübingen, 25.05.2009

Im Vorfeld der Europawahl stellte das Staatsministerium Baden-Württemberg einen Europa-Informationsbus zu Verfügung, welcher 5 Wochen lang durch das Ländle tourte und jeden Tag in einer anderen Stadt halt machte. Ziel dieser Aktion war es, ganz im Sinne der JEF, den Bürgerinnen und Bürgern die Wichtigkeit Europas und ihrer Stimme bei der Wahl nahe zu bringen, ohne dabei für eine spezielle Partei Wahlwerbung zu betreiben. Am 25.Mai konnten wir den Bus in Tübingen begrüßen. Nachdem er vormittags auf dem Marktplatz von der Europaunion betreut wurde, stand er uns am Nachmittag vor der Universitätsbibliothek als Blickfang zur Verfügung.

Neben Informationen zur Wahl und dem Parlament selbst gab es auch die Möglichkeit, mit einem Glücksrad spielerisch sein Wissen über Europa zu erweitern. Vor allem die von der JEF Tübingen angebotenen Aktionen wie das Europatwister oder der gebastelte Sternenhimmel, an den man seine Wünsche für Europa hängen konnte, wurden erfreulich gut aufgenommen. Wählerinnen und Wähler verschiedenster Altersgruppen und Nationalitäten nahmen die Gelegenheit wahr, sich über Europa, die Rolle des Parlaments sowie über unsere Arbeit zu informieren. Und da dieses Interesse sicher nicht allein an den EU-Brezeln und den selbstgebackenen Amerikanern- tschuldigung, ich meine natürlich Europäern lag, können wir aus der Busaktion ein erfreuliches Fazit ziehen: Das Interesse der BürgerInnen an Europa ist zumindest in Tübingen anscheinend doch größer als oft angenommen wird.

Podiumsdiskussion zur Europawahl
Tübingen, 14.05.2009

Die JEF Tübingen hatten die baden-württembergischen SpitzenkandidatInnen zur Europawahl 2009 zu Gast

Lebhafte Diskussion vor 300 Studierenden

Am Donnerstag Abend, dem 14. Mai, fanden sich im Hörsaal 24 des Kupferbaus der Universität Tübingen so viele Studierende ein, wie sonst nur selten in Vorlesungen. Die JEF Tübingen hatte die baden-württembergischen Spitzenkandidaten zur Europawahl eingeladen, um über das Thema „Bankennot = Klimatod? Die EU zwischen Wirtschaftskrise und Klimawandel“ zu diskutieren.

Die beiden JEFerinnen Laura Kroschewski und Lisa Schulze moderierten die Diskussion und hakten auch mal nach, wenn sie den Eindruck hatten, dass die Antworten ausweichend formuliert wurden. Insgesamt aber führten Evelyne Gebhardt (SPD), Heide Rühle (Grüne), Rainer Wieland (CDU), Tobias Pflüger (Linke) und der Spitzenkandidat der Jungen Liberalen, Tom Eich, eine lebhafte und informative Diskussion, in der zur Freude der Zuhörer auch gerne das ein oder andere Mal polemisierend zugespitzt wurde.

Bei allen zum Teil unterschiedlichen Positionen der Abgeordneten in den Bereichen Wirtschaft und Klima wurde allerdings schnell klar, dass eine Lösung für beide Probleme nur auf europäischer Ebene gefunden werden kann.

Insgesamt bot sich den Zuhörern eine überzeugende und glaubwürdige Diskussion ihrer VertreterInnen im Europäischen Parlament.

Am Ende konnten die Studierenden in einer simulierten Europawahl für „ihren“ Kandidaten/ „ihre“ Kandidatin abstimmen. Heide Rühle durfte sich mit 41,7% der Stimmen über den ersten Platz freuen, gefolgt von Evelyne Gebhardt (29,8%) und Rainer Wieland (10,9%). Tom Eich (9,5%) und Tobias Pflüger (8,1%) belegten die Plätze vier und fünf.

Trotz der europaweit erschreckend niedrigen Wahlbeteiligung bei den „echten“ Europawahlen vom 7. Juni konnten sich die Tübinger Mitglieder der Europa-Union und der JEF wenigstens über etwas freuen: die Europawahlbeteiligung in Tübingen lag mit 58, 5 % weit vor derjenigen der anderen großen Städte Baden-Württembergs (und der Kommunalwahlbeteiligung) und konnte im Vergleich zu 2004 (58,2%) sogar noch ausgebaut werden.


Besuch im Europäischen Parlament
Straßburg, 21.04.2009

5 JEFerinnen aus Tübingen besuchten am 21. April das Europäische Parlament in Straßburg. Als kleine Gruppe mit guten Kontakten im Parlament hatten wir das Glück, ein etwas anderes Besuchsprogramm absolvieren zu können. Der Vorsitzende der Europaunion Baden-Württemberg, Rainer Wieland MdEP, und sein Mitarbeiter Martin Renner, auch ein Tübinger JEfer, begleiteten uns drei Stunden lang durch das Gebäude. Sie zeigten uns alles vom Pressebereich über ihr winziges Büro bis hin zur Parlamentsdachterasse. Sogar eine Fraktionssitzung der EVP-Fraktion konnten wir, gemeinsam mit den Referenten der Abgeordneten, anhören.

 

Pommes und Politik – eine Studienreise nach Brüssel
Brüssel, 13.10. - 16.10.2008

Die Jungen Europäischen Föderalisten organisieren immer wieder Studienreisen oder Seminare, die die Kenntnisse zu Europa, den einzelnen Ländern, einzelnen Themenschwerpunkten oder dem Funktionieren der Europäischen Union erweitern sollen. Auf letzteres bezog sich die Studienreise nach Brüssel, die die Kreisverbände der JEF Freiburg und Tübingen in diesem Jahr mit Unterstützung des Freiburger Jugendoffiziers der Bundeswehr organisierten. Für das Thema „Die Außenbeziehungen der Europäischen Union“ hatten etwa 15 JEF-Mitglieder und andere Interessierte Begeisterung und Zeit aufbringen können, um vom 13. bis zum 16. Oktober in die „Europäische Hauptstadt“ aufzubrechen. Das Programm war viel versprechend, kündigte es doch an, uns mit verschiedensten Personen und Organisationen in Kontakt zu bringen, die zu den Außenbeziehungen der EU einen Beitrag leisten.

Nach der Ankunft in Brüssel besuchten wir zunächst das Center for European Policy Studies, CEPS, und trafen Herrn Kurpas , der uns über seine Arbeit als Research Fellow und über die Arbeit des CEPS informierte. Der Think Tank hat verschiedene Wissenschaftler angestellt, die Publikationen zu aktuellen oder grundlegenden europapolitischen Fragestellungen erarbeiten. Diese sind dann den Unternehmen, die das CEPS finanzieren, und teils auch der Öffentlichkeit zugänglich. Natürlich werden sie auch an Politiker weitergereicht und dienen als Informationsgrundlage für Entscheidungen.

Ein weiterer Think Tank, den wir besuchten, war der German Marshall Fund of the United States, kurz GMF. Diese Organisation ist aus der Idee entstanden, eine ideelle Wiedergutmachung zu leisten für die Hilfe, die die USA mit dem Marshallplan in Deutschland geleistet haben. Der GMF organisiert beispielsweise Konferenzen, Seminare und Austauschprogramme für junge Führungskräfte, die zur Verbesserung der transatlantischen Beziehungen dienen. Es werden auch Studien zu den transatlantischen Beziehungen publiziert.

Im Gegensatz zu thematisch eher allgemein orientierten Think Tanks sind Lobbygruppen wie die ACEA Vertreter ganz bestimmter Branchen. Auch bei unserem Besuch hier nahmen sich die Mitarbeiter Zeit, uns ihre Arbeit vorzustellen. Uns interessierte besonders, inwiefern sie versuchen, auf die europäische Politik Einfluss zu nehmen.

In der ständigen Vertretung der BRD in Brüssel, bei der wir ebenfalls zu Gast waren, erzählte uns Oberstleutnant i.G. (im Generalsstab) Stolzke etwas darüber, auf welche Art und Weise die Bundesrepublik an der ESVP (Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik) mitwirkt.

Eine weitere öffentliche Institution die wir besuchten war das Supreme Headquarter of Allied Powers Europe (SHAPE), der europäische Sitz der NATO. Hier werden Projekte der NATO koordiniert, die die europäischen Mitgliedsstaaten betreffen. Auch Teile des militärpolitischen/außenpolitischen Bereiches der EU sind hier angesiedelt. Offiziere der Bundeswehr berichteten uns bei einem Treffen über aktuelle Diskussionen, wie z.B. den Einsatz in Afghanistan, und über generelle politische Überlegungen und Strategien, die im SHAPE Village entwickelt werden. Bei einer Rundfahrt über das Gelände erfuhren wir, dass es sich tatsächlich um ein Dorf mit Einfamilienhäusern und eigener Infrastruktur wie einer internationalen Schule und einem Kindergarten, Sportanlagen, Supermärkten und kulturellen Einrichtungen handelt.

Nicht fehlen bei unserer Fahrt nach Brüssel durfte natürlich die Station des Europäischen Parlaments. Nach einer kurzen Besichtigung des Gebäudes empfing uns Herr Wieland von der EVP (Europäische Volkspartei) und berichtete uns aus dem Alltag eines Abgeordneten. Dazu gehören vor allem die Arbeit in fachspezifischen Ausschüssen und Arbeitskreisen, aber natürlich auch große Parlamentssitzungen und Öffentlichkeitsarbeit. Besonders interessant war der Bericht über seine Arbeit als Wahlbeobachter in verschiedenen Ländern.

Doch unsere Reise bestand nicht nur aus offiziellen Begegnungen – zwischen den festen Terminen und an den Abenden gab es immer wieder Zeit, Brüssel zu Fuß zu erkunden, kleine, wunderschöne Gassen und Parks zu entdecken und Frites mit Merguez oder Belgische Waffeln und Pralinen zu probieren. Eine Stadtführung brachte uns einige Aspekte der Geschichte und Architektur näher, bei einem unkonventionellen Treffen mit Mitgliedern der JEF Brüssel – und dem Vorsitzenden von JEF Europa - lernten wir auch einige Studenten und Junge Leute aus Brüssel kennen.

Die Vielfältigkeit des Programms machte die Studienreise zu einem interessanten und bereichernden Erlebnis, das in dieser Form nur möglich war durch die engagierten Organisatoren. Ihnen sei für ihren Einsatz an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich gedankt.



Dies universitatis 2008
Tübingen, 16.10.2008

Am Dies Universitatis begrüßte die Universität Tübingen auch dieses Jahr wieder die Neuimmatrikulierten. Die JEF- Tübingen war mit einem Stand auf dem Markt der studentischen Gruppen vertreten und informierte natürlich über ihr Engagement. Auch dieses Mal konnte die JEF-Tübingen wieder viele neue Anstöße mitnehmen und neue StudentInnen für ihre Arbeit begeistern.

19. Straßburger Gespräche / 19èmes Entretiens de Strasbourg
Straßburg, 07.12. - 09.12.2007

Jedes Jahr im Dezember organisieren europaengagierte Vereine und Einrichtungen aus Deutschland und Frankreich, namentlich die Europa-Union und das Europazentrum Baden-Württemberg, der Mouvement Européen – Alsace, die Jeunes Européens – Strasbourg und die Jungen Europäer – JEF Baden-Württemberg, gemeinsam ein Wochenendseminar über ein aktuelles, grenzüberschreitendes Thema. Wissenschaftler, Europapolitiker und andere Experten aus beiden Ländern kommen zu Wort und stellen sich der gemeinsamen Diskussion. Zusammen mit jungen Leuten aus ganz Europa und mit namhaften Experten kannst Du Dich ein Wochenende lang über europäische Themen austauschen.

Das diesjährige Thema lautete: Europa ohne Grenzen - Die europäische Verkehrspolitik und ihre Grenzen.
Mit dem ICE von Stuttgart nach Paris? Mit dem Auto über den Rhein ins Elsass zum Einkaufen? Kein Problem mehr! In der Europäischen Union können Personen und Waren ohne Grenzkontrollen und Behinderungen die Grenzen überschreiten. Durch die hohe Mobilität entstehen aber auch Probleme,
wie Umweltverschmutzung oder fehlender Ausbau der internationalen Verkehrswege. Welche Ziele verfolgt die Europäische Verkehrspolitik – wie verbindet sie die Menschen und Länder?
Diese Fragen standen dieses Jahr in Straßburg auf dem Programm und wurden aus verschiedenen Perspektiven besprochen und lebhaft diskutiert.

 

Karrierechancen in Europa
Tübingen, 07.11.2007

Europa wächst zusammen, und damit wächst auch der europäische Arbeitsmarkt für Hochschulabsolventen. Wo und wie kann ich in Europa Karriere machen? Auf diese Frage haben zahlreiche Referenten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Politik Antwort gegeben.

Als Referentinnen sprachen Professor Gabriele Abels vom Institut für Politikwissenschaft der Universität Tübingen sowie Dr. Cornelia Ruppert, die während ihrer Tätigkeit in der baden-württembergischen Landesvertretung in Brüssel und anschließend als Leiterin des Referats für Europafähigkeit im Staatsministerium Stuttgart Karrierewege von Baden-Württemberg in europäische Institutionen begleitet hat.

Den Weg nach Brüssel aus persönlicher Erfahrung hat Peter Martin, Leiter der Pressestelle bei der Vertretung der Europäischen Kommission in München, geschildert.

Dr. Thomas Lennarz, Rechtsanwalt bei CMS Hasche Sigle, hat von den Karrierechancen und Anforderungen in einer europaweit tätigen Kanzlei berichtet. Aus Sicht der Auslandsvermittlung der Agentur für Arbeit in Stuttgart hat Christian Laux seine täglichen Erfahrungen mitteilen und Unterstützungsmöglichkeiten präsentiert. Schließlich hat Dr. Thomas von Schell den Career Service der Universität vorstellen und erläutert, welche Möglichkeiten dieser den Studierenden schon während des Studiums bietet.

Gelegenheit für persönliche Gespräche mit den Experten hat der anschließende Umtrunk geboten. Im begleitenden Informationsforum konnten sich auch diverse Europa-orientierte studentische Initiativen und politische Stiftungen vorstellen.

Veranstalter waren die Studentengruppen Junge Europäer Tübingen (JEF), AEGEE, AIESEC und ELSA und Polis e.V. in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, der Konrad Adenauer-Stiftung, der Heinrich Böll-Stiftung, der Friedrich Ebert-Stiftung und der Friedrich Naumann-Stiftung mit ihren jeweiligen Vertretungen in Baden Württemberg. Die Veranstaltung war auch Teil der europaweiten Kampagne „Speak Up Europe“ der Europäischen Kommission und wurde vom Staatsministerium Baden-Württemberg gefördert.