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Europa in der Schule


Europapuzzle

Die JEF-Tübingen bietet Schulen in Baden-Württemberg an, mit den achten und neuten Klassen ein Europapuzzle durchzuführen. Dabei sollen die Schüler selbständig in kleinen Präsentationen die Länder und Kulturen der europäischen Staaten kennenlernen. Mit einem überdimensionalen Europapuzzle können die Schüler auch ihre geographisches Wissen zu Europa verbessern.
Das Projekt ist auf zwei Schulstunden und eine Schulklasse angelegt und kann in den Fächern Gemeinschaftskunde, Geschichte, Englisch und Französisch integriert werden.
Bisher haben wir das Schulprojekt in vier Schulen in Salem, Reutlingen, Tübingen und Heilbronn durchgeführt.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an tuebingen@jef-bw.de.
Das Projekt wird ehrenamtlich durchgeführt. Lediglich die Kosten der Anreise sollten von der Schule übernommen werden.

Im Anschluss finden Sie den Bericht von der Premiere unseres Schulprojekts.


Premiere für das Schulprojekt "Europapuzzle"
Tübingen, 03.06.2008

Das Schulprojekt der JEF Tübingen ist angelaufen. Schüler der 9. Klasse des Uhlandgymnasiums Tübingen wählten aus zahlreichen vielschichtigen Länderinformationen das für sie Interessanteste aus und fügten so die Länder Europas nach und nach zu einem großen Puzzle zusammen - im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Boden des Klassenzimmers. Angespornt durch den Erfolg der Premiere am 3. Juli sollen im kommenden Semester weitere Termine folgen.

Was künftig in Europa geschehen soll, wird in Zukunft in zunehmendem Maße von unserer Generation gestaltet werden - und von denjenigen „darunter“, sprich den Schülerinnen und Schülern. Das Projekt soll bei diesen jungen EU-Bürgern Interesse für Europa wecken. Junge Leute - auf ihrem Lebensweg nur wenige Stationen weiter als die Adressaten - bringen jungen Leuten Europa nahe: Die Nähe zwischen beiden ist ein zentraler Punkt des Konzeptes.

Die neunte Klasse von Birgit Pleuler-Kibele brachte bereits ein enormes Grundwissen mit. Die „Länderkisten“, welche wir an die Gruppen von Schülern aushändigten, enthalten Informationen verschiedenster Art und Komplexität, sodass sich das Projekt automatisch an die Interessen und den Wissensstand der Kinder anpasst.

Obwohl der Faktor EU in der europapolitischen Bildung natürlicherweise stets eine bedeutende Rolle spielt, wurde er bei der Konzeption nicht in den Mittelpunkt gerückt. Vielmehr ist das Ziel des Tübinger Projekts, die Schülerinnen und Schüler mit der Vielfalt Europas, den Gemeinsamkeiten und den Eigenheiten seiner Länder und Menschen in Berührung zu bringen. Die Bandbreite der Informationen erstreckt sich daher von den britischen Teesitten über Rapmusik aus den französischen Kolonien und die kommunistische Vergangenheit Polens bis hin zu italienischen Regionen, griechischen Bauwerken und Korruptions-Problematiken in Rumänien. Sie ergeben ein buntes Bild von zahlreichen Bereichen des Lebens in Europa und den zugrunde liegenden historischen wie politischen Prozessen.

bevor die Kinder in Gruppen je ein Land bearbeiteten – Italien, Frankreich, Großbritannien, Rumänien, Polen, Schweden und Griechenland – sammelten sie in einem kurzen Brainstorming im Plenum, was ihnen spontan zu diesen einfiel und schilderten ihre eigenen Bezüge zu den jeweiligen Ländern. Es stellte sich heraus, dass die eigene Familiengeschichte bei so manchem auch über die Grenzen Deutschlands hinausreicht.

In der abschließenden Präsentation stellten die Gruppen dar, was ihnen von dem breiten Spektrum an angebotenen Informationen am Wichtigsten, Interessantesten und Spannendsten erschien. Stück für Stück wurden weitere Teile an das große gelbe Europapuzzle angefügt. Auf dem Fußboden des Klassenzimmers im Uhlandgymnasium nahm Europa mehr und mehr Gestalt an. Der Vergleich mit dem Ausgangswissen und das Feedback der Schüler zeigte, dass die Kinder am Ende der Stunde mit einem differenzierteren und tieferen Eindruck über die vorgestellten Länder nach Hause gingen.

Die JEF Tübingen dankt Frau Pleuler-Kibele und natürlich vor allem ihrer Klasse für ihr Interesse und ihr hilfreiches Feedback. Wer nähere Informationen und Erfahrungen über das Projekt einholen möchte (Wir laden zur Nachahmung und Verbreitung ein), dem gibt die JEF Tübingen unter der Adresse tuebingen (ätt) jef-bw.de gern Auskunft.