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Unsere aktuellen Projekte

Europapuzzle für die Schule
Tübingen, seit Juni 2008

Wir wollen die Jugend für Europa begeistern! Deshalb macht die JEF Bildungsarbeit: Mit unserem Europa-Programm gehen wir in Realschulen und Gymnasien, um mit den Schülern die Vielfalt Europas zu erkunden. Mit der Premiere am Uhland-Gymnasium ist das Projekt bereits erfolgreich angelaufen. Mehr Informationen zum Europapuzzle und einen detailierten Bericht finden Sie hier.

Planspiel für Oberstufe und Universität

Unser neuestes Projekt, ist ein Planspiel zur Entscheidungsfindung in der EU, das die JEF Tübingen selbst entwickelt hat. Es ist konzipiert für Schüler der Oberstufe und Studenten in der Rolle eines Parlementariers oder Ratsmitgliedes die komplexen Strukturen der Entscheidungsfindung in der Europäischen Union zu verstehen.

Mehr Informationen zum Planspiel finden Sie hier.

Nach der Wahl ist vor der Wahl
Tübingen, Juli 2009

Nach den diesjährigen Europawahlen können die Parteien mit den Ergebnissen unterschiedlich zufrieden sein. Es gibt jedoch eine eindeutige Verliererin: die Demokratie und damit jede einzelne Bürgerin und jeder einzelne Bürger in Europa. Eine Wahlbeteiligung von nur 43,9 Prozent in Deutschland und 42,9 europaweit ist erschreckend und muss jede Demokratin ratlos zurücklassen! Beinahe 6 von 10 Wahlberechtigten nutzten das elementare Bürgerrecht nicht, für das, wie es Evelyne Gebhardt im Wahlkampf ausdrückte, noch vor etwas mehr als 150 Jahren die Menschen in Europa aufs Schafott mussten. Auch JEF und Europa-Union Tübingen sind ratlos, auch wenn in Tübingen die Wahlbeteiligung immerhin höher ist als in den anderen größeren Städten Baden-Württembergs. Wir werden weiterhin mit Nachdruck unser überparteiliches Engagement fortführen und versuchen, den Bürgerinnen und Bürgern Europa näher zu bringen.

Gleichzeitig rufen wir aber erstens die Medienvertreter dazu auf, dem gewachsenen Gewicht des Europäischen Parlaments Rechnung zu tragen und nicht mehr nur in schlaglichtartiger Berichterstattung vorhandene Vorurteile über Europa zu zementieren. Je mehr über alltägliche europäische Politikergebnisse in der Presse zu lesen ist, desto eher erschließt sich den Bürgern auch das - im Vergleich zur deutschen politischen Architektur gar nicht viel kompliziertere -- Institutionengefüge der EU.

Zweitens fordern wir die verantwortlichen Politikerinnen und Politiker dazu auf, nicht immer nur "denen in Brüssel" die Schuld für Fehlentwicklungen anzulasten, sondern auch einmal offensiv europäische Zusammenhänge zu erklären und für Europa einzustehen. Es scheint, dass nicht nur den Bürgerinnen und Bürgern Europa näher gebracht werden muss, sondern durchaus auch noch dem ein oder der anderen der Verantwortlichen in Berlin und Stuttgart.

Für uns ist "nach der Wahl vor der Wahl". Wir werden offensichtliche Missstände in der öffentlichen Debatte und der Berichterstattung benennen und auf eine ehrliche Diskussion über Europa hinwirken, um für die Bürgerinnen und Bürgern die nächste europäische Wahlentscheidung transparenter und einfacher zu machen!

Martin Renner
Junge Europäer (JEF) Tübingen